Portrait

der SCHÜTZENGESELLSCHAFT von 1898 e.V. HOHENBERG an der EGER.

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Die Schützengesellschaft Hohenberg geht auf eine Vereinsgründung im Jahre 1898 zurück. Sie kann auf Ihr über 100jähriges Bestehen zurückblicken.

Am 25. August 1898 trafen sich im Gasthaus „Egertal“ interessierte Bürger und gründeten die Zimmerstutzengesellschaft Hohenberg, die sich ab 1904 als „Zimmerstutzen - Schützen - Verein Hohenberg“ bezeichnete.

Schon im Jahre 1908 berichtet die Chronik von einem großen Festschießen auf dem Wiesenfestplatz (damals noch am Weg nach Fischern gelegen) in Hohenberg. Am ersten Juli 1928 konnte bei der Einweihung einer kleinen Schießhalle auch die Feier zum 30 - jährigen Jubiläum begangen werden.

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Bis 1933 ist von einem vielseitigen Schießbetrieb der Schützen und einem geselligen und regen Vereinsleben zu lesen. Am 30. September 1933 erfolgte dann ein großer Einschnitt im Vereinsleben der Hohenberger Schützen, wie auch in dem vieler anderer Vereine. Es kam die „Gleichschaltung“, was schließlich 1939 zum vorläufigen Ende des Vereinslebens führte.

Ein Hohenberger Bürger vor allem war es, der schon seit 1926 immer wieder in der Vereinschronik erwähnt wurde. Der im Alter von 99 Jahren verstorbene Karl Neidhardt regte die Wiedergründung der Hohenberger Schützengesellschaft an und lud auch zur Gründungsversammlung am 6. März 1965 in den Gasthof „Weißes Lamm“ ein. Die Ziele des Vereins sollten, damals wie heute, die sportliche Betätigung im Schießsport, aber auch die Pflege geselligen Zusammenseins Gleichgesinnter sein.

Am 15. Juni 1967 nehmen die Hohenberger Schützen eine kleine Schießanlage für Luftdruckwaffen auf dem heutigen Hohenberger Wiesenfestplatz in Betrieb. Damit war der Grundstein für regelmäßige sportliche Betätigung gelegt. Der bald größer werdende Kreis begeisterter Schützen begann wieder aktiven Schießsport mit dem Luftgewehr und der Luftpistole zu betreiben. Auch beteiligte man sich schon bald an den Wettkämpfen des Deutschen Schützenbundes. Im gleichen Jahr fand auch der erste Schützenfasching statt.

Im Jahre 1968 feierten die Hohenberger Schützen zum ersten Mal ihr Sommernachtsfest am Samstag vor dem Hohenberger Wiesenfest, bei dem erstmals auch der Schützenkönig der Gesellschaft nach vorhergegangenem Preisschießen proklamiert wurde. Diese Veranstaltung wurde nun zu einem festen Bestandteil im gesellschaftlichen Leben der Stadt Hohenberg.

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Mit dem größer werdenden Kreis der Aktiven, wuchs auch das Interesse an weiteren schießsportlichen Möglichkeiten. Folgerichtig ging man an die Planung einer größeren Sportanlage mit der Möglichkeit, den Schießsport auch mit Vorderladerwaffen, Kleinkalibergewehren und Sportpistolen auszuüben. Im April 1971 begannen dann die ersten Arbeiten zur Errichtung einer modernen Schießanlage am „Haidholz“, deren erster Teil 1977 in Betrieb genommen werden konnte.

Im gleichen Jahr entschloß man sich für eine einheitliche Schützenkleidung. Auch kam das gesellschaftliche Leben nicht zu kurz: Wanderungen zur Kösseine, ins romantische Wellertal, nach Birkenbühl, Neuhaus oder Steinhaus wurden gerne angenommen. Weitere gesellige Aktivitäten galten einer Busfahrt nach Prag, ferner zur Partnergemeinde und dem Patenschafts-Schützenverein „Schusterwirt“ in Hohenberg an der Traisen in Österreich.

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Im Jahre 1979 rief der damalige Schützenmeister Horst Sommerer das erste Vorderlader-Grenzland-Turnier, das größte Preisschießen mit Vorderladerwaffen in ganz Oberfranken, ins Leben. Damit war gleichzeitig der Grundstein für ein weiteres gesellschaftliches Ereignis in Hohenberg gelegt, welches inzwischen ebenfalls zur festen Einrichtung unserer Stadt zählt. Nehmen doch an dieser Veranstaltung regelmäßig um die hundert Aktive aus mehr als 17 Vereinen und viele Gäste und Zuschauer teil.

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Weitere 13 Jahre sind vergangen, bis die komplette Schießanlage in Betrieb genommen werden konnte. Die Schützengesellschaft Hohenberg bietet jetzt interessierten Sportschützen die Möglichkeit fast alle Schießsportarten zu betreiben. Die angebotenen Trainingsmöglichkeiten haben dazu beigetragen, daß Hohenberger Schützen inzwischen zu den Siegern bei oberfränkischen, bayrischen und deutschen Meisterschaften im Schießen mit Vorderladerwaffen zählen und dazu beitragen, den Namen Hohenberg weit über Oberfranken hinaus bekannt zu machen.

Dazu kommen viele erste Plätze bei Oberfränkischen Meisterschaften, Gaumeisterschaften und Rundenwettkämpfen des Bayrischen Sportschützenbundes.

Aber nicht nur die sportlichen Höchstleistungen zählen bei den Hohenberger Schützen. Eine breite Basis interessierter und begeisterter Schützen ist das Fundament, aus dem diese Höchstleistungen entstehen.

Die Führung des Vereins lag von 1965 bis 1984 in den bewährten Händen des Ehrenvorsitzenden Emil Purucker. Ab 1985 übernahm dann Horst Sommerer den Vorsitz, den dieser 1999 an Artur Seifert weitergab. Seit 2007 leitet Kurt Seleuthner die Geschicke der Hohenberger Schützen.

Horst Sommerer, Ehrenvorsitzender